c937e77829e3f970b17d5cc8f8301951_w1170_h600_cp missio München - Sorge über wachsenden Terror in Burkina Faso

Angesichts der angespannten Lage in Burkina Faso ruft missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber zum Dialog auf. "Wir müssen diese Region verstärkt in den Blick nehmen, bevor sich der Terror zu einem Flächenbrand ausweitet. Die katholische Kirche vor Ort ist seit Jahren im Dialog mit dem Islam. Das ist eine tragende Säule für das friedliche Zusammenleben der Men­schen. Diese Kräfte müssen wir stärken." Am 1. Januar hatte der Präsident von Burkina Faso, Roch Marc Christian Kaboré, den Ausnahmezustand ausgerufen und damit signalisiert, dass das westafrikanische Land die Kontrolle über die Sicherheitslage verloren hat.

Das in der Sahelzone gelegene Burkina Faso galt lange als Anker der Stabilität in einer instabilen Region. Der Norden des Landes war allerdings auch in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Ziel von Über­fällen und Terrorattacken seitens Islamisten aus dem angrenzenden Mali. Nun mehren sich auch Angriffe aus dem Nachbarland Niger im Osten.

Das Land ist in Alarmbereitschaft. "Wir sehen jetzt überall Solda­ten. Kriegsflugzeuge kreisen zur Beobachtung und überall sind militärische Kontrollpunkte errichtet worden", schildert der katholische Priester und missio-Projektpartner Jacob Lompo aus der Diözese Fada N´Gourma die Situation. "Die Menschen haben Angst, aber wir dürfen der Panik nicht nachgeben. An Neujahr ist der Ausnahmezustand für unser Land ausgerufen worden. Die Sicherheitslage ist äußerst heikel, abends können die Menschen nicht einmal mehr zusammenkommen, um die Messe zu feiern", informiert der Priester.

Die Sicherheitslage ist mittlerweile in der gesamten westafrikanischen Sahelzone heikel: Aus Mali heraus operieren der Terrororganisation Al-Kaida nahestehende Gruppen, während sich in Niger Boko Haram-Anhänger aufhalten, die dort und in Nigeria die Menschen terrorisieren. Burkina Faso war 2017 Schwer­punktland im Monat der Weltmission.

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