Eine Frau betet nach den Anschlägen in Sri Lanka für die Opfer. Bild: picture alliance / AP Photo

Nach den blutigen Anschlägen auf Sri Lanka mit mehr als 300 Toten ruft das Internationale Katholische Hilfswerk missio München zu Solidarität auf. "Für die Menschen in Sri Lanka ist es jetzt wichtig, zusammenzustehen. Die verschiedenen religiösen und ethnischen Gruppen dürfen sich nicht mit Verdächtigungen und Schuldzuweisungen gegeneinander aufbringen", mahnt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Bei den Anschlägen an acht verschiedenen Orten am Ostersonntag kamen Medienberichten zufolge mindestens 310 Menschen ums Leben, mehr als 500 wurden verletzt. Am Dienstag (23. April) erreichte missio eine Mail des Claretiner-Paters Joseph Jeyaseelan aus Sri Lankas Hauptstadt Colombo. "Sri Lanka erlebt eine der schwärzesten Stunden seiner Geschichte", schreibt Pater Joseph. "Im ganzen Land herrschen Angst und Unsicherheit. Es ist eine nationale Tragödie."

Joseph Jeyaseelan warnt davor, ohne gesicherte Beweise über Täter und Motive zu spekulieren: "Die Anschläge trafen Gebäude und Plätze, die von Menschen verschiedener Religionen, Ethnien und Nationalitäten frequentiert waren. Es ist jetzt nicht die Zeit für Spekulationen und Beschuldigungen."

 Monsignore Huber betont, missio München hoffe inständig, dass der Frieden in Sri Lanka nach den Anschlägen erhalten bleibe. "Wir beten dafür, dass die Bürger Sri Lankas in ihrer Trauer und ihrem Leiden zusammenstehen und zusammenhalten." In Sri Lanka herrschte von 1983 bis 2009 Bürgerkrieg zwischen Singhalesen und Tamilen. Tamilische Separatisten kämpften für ihre Unabhängigkeit vom Inselstaat.

Auf Sri Lanka sind Angaben des Auswärtigen Amtes zufolge 70,2 Prozent der knapp 21 Millionen Einwohner Buddhisten, 12,6 Prozent Hindus, 9,7 Prozent Muslime und 7,4 Prozent Christen.

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