d818101bf985faf56aa2dea2208bb794_w1170_h600_cp missio München - Alte Handys für einen guten Zweck

Das Kolpingwerk Deutschland und missio haben in Lippstadt ihre gemeinsame Handy-Spendenaktion gestartet. „Als Kooperationspartner unterstützen wir die Aktion 'Alte Handys für einen guten Zweck' von missio. Sie ist wichtig und wertvoll, denn damit können wir gemeinsam auf die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen im Kongo aufmerksam machen, die viel mit unseren Handys zu tun haben“, erklärte der Bundessekretär des Kolpingwerkes Deutschland, Ulrich Vollmer, in Lippstadt anlässlich des Weltflüchtlingstags (20. Juni).

Das Kolpingwerk hat im vergangenen Jahr mit der Veröffentlichung eines Positionspapiers die Bekämpfung von Fluchtursachen gefordert. Dazu sagte Ulrich Vollmer: "Wir gehen jetzt gemeinsam mit missio mit gutem Beispiel voran und handeln. Deshalb rufen wir alle Menschen, die an Nachhaltigkeit und der Vermeidung von Fluchtursachen interessiert sind, und hier besonders unsere Kolpingmitglieder, zum Mitmachen auf."

"Papst Franziskus ruft uns in seiner Enzyklika ‚Laudato Si‘ dazu auf, die Ressourcen auf der Welt gerecht zu verteilen", sagte der Leiter der Abteilung Bildung bei missio München, Dr. Christian Mazenik. „Mit unserer Handy-Sammelaktion versuchen wir, einen bescheidenen Teil dazu beizutragen.“

Der Vizepräsident von missio in Aachen, Gregor von Fürstenberg, betonte den Zusammenhang zwischen sozial-pastoralen Friedensprojekten in Afrika und den Handlungsmöglichkeiten hier in Deutschland. „Mit der Handy-Sammelaktion kann jeder im Sinne der Bewahrung der Schöpfung etwas gegen Elektroschrott tun. Denn in Deutschland verstauben über 120 Millionen ausgemusterte Smartphones in den Schubladen“. Alleine der Wert der enthaltenen Rohstoffe liege bei über 250 Millionen Euro. Jedes abgegebene Handy, das dem Recycling oder der Weiterverwendung zugeführt wird, schützt Ressourcen und Umwelt. „Darüber hinaus erhalten wir von unserem Recyclingpartner für jedes ausgemusterte Smartphone einen Beitrag für Hilfsprojekte im Kongo“, erklärte Gregor von Fürstenberg. Der Erlösanteil von Kolping wird dabei für die Bewusstseinsbildung zur Bekämpfung von Fluchtursachen verwendet.

Die Auftaktveranstaltung zur Kooperation zwischen Kolping und missio fand auf dem Gelände des Ostendorf Gymnasiums in Lippstadt statt. Dort hatten Schülerinnen und Schüler am Weltflüchtlingstag die Gelegenheit, sich in dem missio-Flucht-Truck und dem Infomobil des Kol­ping-Netz­wer­kes für Ge­flüch­te­te zu informieren. Bei der Gelegenheit übergaben Schüler bereits die ersten gesammelten Smartphones. Für die Handyspenden-Aktion gibt es bundesweit zahlreiche Annahmestellen. Weitere Informationen gibt es unter www.missio-handyaktion.de.

Die Organisationen werden ihre Zusammenarbeit zum Thema Flucht und Migration weiterführen und ausweiten. missio München und missio Aachen informieren in zwei Flucht-Trucks bundesweit am Beispiel der Situation in der Demokratischen Republik Kongo über weltweite Fluchtursachen. Das „Kolping Netzwerk für Geflüchtete“ – eine gemeinsame Initiative des Kolpingwerkes Deutschland, des Verbandes der Kolpinghäuser sowie der Kolping-Bildungsunternehmen Deutschland – klärt mit seinem Infomobil bundesweit über die Situation Geflüchteter in Deutschland auf und zeigt Möglichkeiten der Integration auf.

Bei größeren Veranstaltungen, wie z.B. dem vergangenen Katholikentag in Münster und „Sternenklar “, dem Event der Kolpingjugend vom 28. bis 30. September 2018 in Frankfurt am Main, verbinden Kolping und missio ihre Kampagnen und laden zum Besuch des Infomobils und des missio-Trucks ein.

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