Pfingsten
Die Entsendung des Heiligen Geistes
„Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“ (Apg 2, 1-4)
Pfingsten
Helle Begeisterung steht in ihren Gesichtern. Vor den Augen dieser Menschen geschieht etwas, das sie staunen, lachen, verwundert macht. Euphorisch klatschen sie in die Hände, blicken verzückt Richtung Himmel. Von dort kommen der Sturm und das Brausen, die alles Gewohnte durcheinander wirbeln. Von dort kommen auch die Zungen wie von Feuer. Da springt der Funke über auf die Menschen: Männer und Frauen, Alte und Junge. Und plötzlich verstehen sie – einander und das Wirken Gottes. Die Angst und Verzagtheit, die der Tod Jesu wie ein Leichentuch über sie geworfen hat, ist wie weggeweht. Selbst Petrus, der schon einmal bei einer Mutprobe gescheitert ist, predigt vor dem Volk. Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit!
Ingelore Haepp
Gebet eines afrikanischen Katechisten
Vater,
du hast uns schwarz erschaffen.
Aber die Hautfarbe, die du uns gegeben hast,
wurde zur Ursache unseres Elends.
In einigen Teilen unseres schönen Kontinents
werden Menschen wegen ihrer Hautfarbe missachtet.
Trotz allem jedoch leben wir in Hoffnung;
Denn durch deinen Sohn Jesus von Nazareth
hast du den Weg gewiesen,
einen neuen Menschen zu erschaffen.
Er wird nicht mehr im Elend leben.
Vater, mach uns stark
durch unseren Einsatz für Gleichheit und Gerechtigkeit
unter den Völkern das Reich aufzubauen,
das du uns versprochen hast.
Über den Künstler Max Kamundi
Max Thomas Kamundi wurde am 8. Januar 1971 in Ndanda im Süden Tansanias geboren. Sein Heimatort liegt nahe der Grenze zu Mosambik, im Gebiet der Makonde. Die Makonde gelten als ein Volk der Künstler, bekannt vor allem durch ihre Schnitzkunst.
In der Abtei der Missionsbenediktiner in Ndanda fiel sein großes Talent frühzeitig auf und wurde entsprechend gefördert. Als 18-Jähriger ging er in die Hauptstadt Dar-es-Salaam. 1993 zog es ihn – wie viele junge ostafrikanische Künstler – ins künstlerische Mekka Ostafrikas: nach Nairobi. In der Hauptstadt Kenias lebte er bis 1997, malte und stellte aus. Nach einer Zwischenstation in Dar-es-Salaam kehrte er 1999 wieder in seine Heimat zurück. Heute lebt Max Kamundi mit Frau und Kindern in Ndanda.
Max Kamundi malt in der Art der Makonde-Schnitzer, doch er lebt in beiden Welten, im Christlichen und in der afrikanischen Tradition. Seine Bilder sind geprägt von Menschen, die vielfach miteinander verbunden sind. So lassen viele Details gleichzeitig modernes und traditionelles afrikanisches Christentum erkennen.
Impuls zu Pfingsten
Und plötzlich verstehen sie – einander und das Wirken Gottes. Die Angst und Verzagtheit, die der Tod Jesu wie ein Leichentuch über sie geworfen hat, ist wie weggeweht.
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