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Aktion PRIM

Solidarität unter Priestern

 

Was tun Priester in den Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens, wenn sie erkranken und zum Arzt gehen müssen? Wenn sie ein neues Hemd brauchen oder schlicht eine Zeitung, eine Zahnbürste, ein Stück Seife kaufen wollen? Die Antwort ist bestürzend: Sie tun nichts. Denn im Gegensatz zu Priestern in Deutschland bekommen Kleriker in den Schwellenländern kein Gehalt. Aus diesem Grund haben Geistliche aus Deutschland die Aktion PRIM (Priester helfen einander in der Mission) ins Leben gerufen. Eine Solidaritätsaktion, bei der deutsche Priester ihre Mitbrüder unterstützen. Und das seit 40 Jahren. Eine gute Idee, doch die Zahl der Priester in Deutschland ist rückläufig – und damit auch deren Spende.

„In Zeiten der sozialen Teilung der Welt gehört es zu den besonderen Aufgaben der Kirche, immer wieder das Teilen in Erinnerung zu rufen und selbst die nötige Solidarität zu leben“, schreiben deutsche Bischöfe in ihrem Missionswort ("Allen Völkern Sein Heil - Die Mission der Weltkirche" vom 23. September 2004). Diesen Aufruf zur Solidarität hat Pfarrer Heinrich Hillers bereits vor 40 Jahren verwirklicht, als er den Anstoß für die Aktion „PRIM – Priester helfen einander in der Mission“ gab. Deutsche Priester sollten durch einen freiwilligen Beitrag Priester in den Ländern des Südens unterstützen.

Alltag und Wirken der Priester gehen Hand in Hand

Bald griff die Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte gemeinsam mit dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio die Idee auf – mit Erfolg, wie die Zahlen belegen: In den vergangenen zehn Jahren haben die Priester in Deutschland mehr als 17 Millionen Euro für ihre geistlichen Kollegen gesammelt. Dank dieser Einnahmen erhalten durchschnittlich 7.000 Priester in den ärmsten Ländern der Erde jedes Jahr Zuschüsse zum Lebensunterhalt.

Eine Hose, ein Stück Seife, die Versicherung oder die Kosten für ein Medikament – die Priester in den Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens benötigen die Hilfe aus Deutschland zum großen Teil für ihre persönlichen Bedürfnisse. In vielen Diözesen fließt zudem ein Teil der Spenden in einen Rentenfonds oder macht Fortbildungen möglich. Meist geht jedoch die finanzielle Unterstützung für den Alltag des Priesters mit dem Wirken in dessen Beruf Hand in Hand. Denn Priester sind nicht nur Seelsorger, sie sind Erzieher, Krankenpfleger, Sozialarbeiter, Katastrophenhelfer und Dorfentwickler.

Die rückläufige Zahl an Priestern in Deutschland macht es jedoch immer schwieriger, die Geistlichen in den Ländern der Erde und deren Wirken mitzutragen. Spenden für PRIM werden weniger, die Beträge geringer. Dadurch können viele Priester und letztlich deren Projekte nicht mehr unterstützt werden.

Eine Übersicht über die Unterstützung in den vergangenen Jahren finden Sie in den Rechenschaftsberichten.

 

 

Gerne können Sie auch per Überweisung spenden:

missio
Kontonummer: 214 69 75

BLZ: 75090300
LIGA Bank
Verwendungszweck: Aktion PRIM